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Applikationen, Fenster und Bereiche

Die App organisiert die Arbeit in drei Ebenen: Applikationen (eigenständige Arbeitskontexte), Fenster (beliebig viele pro Applikation) und Tabs. Diese Seite beschreibt den Mehrfachstart, die Fenster-Verwaltung, die Titel-Systematik, die Bereiche (ein Ordner als ausschließlicher Arbeitsraum einer Applikation) und die Arbeitsbereiche (benannte, dauerhaft gespeicherte Applikationen samt aller Fenster).

Applikationen

Das Programm kann mehrfach gestartet werden: Jeder weitere Start der Programmdatei legt eine neue Applikation an, einen eigenständigen Arbeitskontext mit eigenen Fenstern und eigener Fenster-Nummerierung. Dasselbe leistet „Datei → Neue Applikation".

Alle Applikationen laufen in einem gemeinsamen Programm-Prozess und teilen sich die Einstellungen. Die Sitzungs-Wiederherstellung (Hilfe → Sitzung wiederherstellen) stellt beim nächsten Start alle Applikationen samt Fenstern und Tabs wieder her.

Ungespeicherte Entwürfe

Neue, nie gespeicherte Dokumente (Unbenannt-Tabs mit Inhalt) überleben das Beenden der App: Ihre Inhalte werden beim App-Ende zwischengespeichert und beim nächsten Start wieder als Unbenannt-Tabs geöffnet. Das gilt unabhängig von der Sitzungs-Wiederherstellung, also auch dann, wenn diese ausgeschaltet ist.

Der Zwischenspeicher greift nur beim Beenden der App oder eines Fensters, nicht beim einzelnen Schließen eines Tabs (Strg+W); ein einzelner Entwurf wird bewusst über den Speichern-Dialog verworfen. Bereits gespeicherte Dateien sind nicht betroffen und behalten beim Beenden ihren Speichern-Dialog.

Abschalten unter „Einstellungen → Verhalten" mit „Ungespeicherte neue Dokumente beim Beenden behalten" (Standard: an).

Fenster

Innerhalb einer Applikation lassen sich beliebig viele Fenster öffnen: Über das Tab-Kontextmenü („Verschieben in" / „Kopieren in" → „Neues Fenster") wandert ein Tab in ein neues Fenster derselben Applikation. Bei mehreren offenen Fenstern listet das Untermenü alle anderen Fenster als Ziel; sobald mehrere Applikationen laufen, tragen die Ziel-Einträge den Applikations-Zusatz.

Position neuer Tabs

Ein Tab, der aus einem anderen heraus entsteht, öffnet sich unmittelbar rechts neben diesem. Das betrifft jeden Klick im Inhalt eines Dokuments — Wiki-Link, Treffer einer Abfrage, Ereignis-Quelle, Journal-Navigation, Diagramm-Link — und ebenso die Dokument-Historie, die neben dem Tab ihres Dokuments erscheint. Der Zusammenhang zwischen Herkunft und Ziel bleibt damit sichtbar, und der Weg zurück ist kurz.

Öffnet ein Aufruf mehrere Dateien auf einmal, stehen sie in ihrer Reihenfolge hinter der Herkunft. Ist die Ziel-Datei bereits offen, wird nur ihr Tab aktiviert; die Reihenfolge der Leiste ändert sich dabei nie.

Alle Öffnungen ohne Herkunft hängen wie gewohnt ans Ende der Tab-Leiste: Datei-Dialog, Kommando-Palette, Lesezeichen, Panels, Datei-Liste des Bereichs sowie das Handbuch und die Einstellungen.

Tab-Gruppen

Tabs lassen sich zu benannten, farbigen Gruppen zusammenfassen: Die Mitglieder stehen zusammenhängend hinter einem farbigen Gruppen-Kopf im Tab-Streifen, ihre Reiter tragen eine Unterstreichung in der Gruppen-Farbe.

  • Anlegen: Kontextmenü eines Tabs → „Neue Gruppe mit diesem Tab". Die Gruppe erhält einen Standard-Namen und die nächste freie Farbe; der Dialog zum Umbenennen mit Farbwahl (feste Acht-Farben-Palette, auf helles und dunkles Theme abgestimmt) öffnet sich direkt.
  • Befüllen: „Zu Gruppe hinzufügen" im Tab-Kontextmenü, oder einen Tab auf den Gruppen-Kopf beziehungsweise zwischen zwei Mitglieder ziehen. „Aus Gruppe entfernen" oder das Herausziehen aus dem Block beendet die Mitgliedschaft; Gruppen bleiben immer zusammenhängend.
  • In Mengen bewegen: Sind mehrere Reiter ausgewählt (siehe „Mehrfach-Auswahl von Reitern"), beziehen sich die drei Gruppen-Einträge des Kontextmenüs auf die ganze Auswahl, und das Ziehen eines ausgewählten Reiters auf den Kopf lässt die ganze Menge beitreten. Sie hängt sich in ihrer Reihenfolge aus der Leiste ans Ende des Gruppen-Blocks; beim Austritt steht sie unmittelbar hinter ihm.
  • Folge-Dateien: Öffnet ein Klick im Inhalt eines gruppierten Dokuments eine weitere Datei (Wiki-Link, Abfrage-Treffer, Ereignis-Zeile, Journal-Navigation), tritt der neue Tab derselben Gruppe bei, und zwar an seiner Position neben der Herkunft (siehe „Position neuer Tabs"). Der Block bleibt dabei zusammenhängend. Öffnungen außerhalb des Dokument-Inhalts — Datei-Liste, Panels, Lesezeichen, Kommando-Palette, Dialoge — bleiben ungruppiert; bereits offene Ziel-Dateien werden nur aktiviert.
  • Klappen: Ein Klick auf den Kopf klappt die Gruppe zu — sichtbar bleibt nur der Kopf mit der Mitglieder-Zahl. Das gilt auch, wenn der aktive Reiter in der Gruppe liegt: Er bleibt aktiv, sein Inhalt bleibt im Fenster, und der Kopf trägt dieselbe Kennzeichnung wie ein aktiver Reiter. Die Gruppe klappt nur auf Klick wieder auf; eine Aktivierung von außen (Wiki-Link, Kommando-Palette, Reiter-Wechsel per Tastatur) lässt sie zu.
  • Zeigen statt Aufklappen: Wer auf den Kopf einer zugeklappten Gruppe zeigt, bekommt nach kurzer Verzögerung eine Liste ihrer Reiter; ein Klick darin wechselt zu der Datei, ohne die Gruppe aufzuklappen. Der aktive Reiter ist in der Liste markiert, ungespeicherte Dateien tragen ihren Änderungs-Punkt. Am rechten Rand jedes Eintrags steht ein Kreuz, das die Datei schließt; bei ungespeicherten Änderungen erscheint dieselbe Rückfrage wie beim Schließen im Reiter-Streifen. Die Liste bleibt danach offen und zeigt die verbleibenden Dateien, so dass sich mehrere hintereinander schließen lassen; mit der letzten verschwindet die Gruppe.
  • Verwalten: Kontextmenü des Kopfs — „Umbenennen und Farbe…“, „Gruppe auflösen” (die Tabs bleiben offen) und „Gruppe schließen" (alle Mitglieder mit den üblichen Speichern-Nachfragen). Das Ziehen des Kopfs verschiebt die ganze Gruppe im Streifen.

Gruppen gehören zur jeweiligen Tab-Leiste (bei geteilter Ansicht je Seite); ein Tab, der die Leiste wechselt, verlässt seine Gruppe. Name, Farbe, Mitglieder und Klapp-Zustand überleben die Sitzungs-Wiederherstellung. Die Funktion ist als Erweiterung „Tab-Gruppen" abschaltbar; die Gruppen bleiben dabei erhalten und erscheinen beim Wieder-Einschalten unverändert.

Mehrfach-Auswahl von Reitern

Mehrere Reiter lassen sich zugleich auswählen und dann in einem Schritt bewegen.

  • Auswählen: Strg und Klick nimmt einen Reiter in die Auswahl auf und wieder heraus, Umschalt und Klick wählt die Spanne vom aktiven Reiter bis zum angeklickten. Ausgewählte Reiter sind farbig hinterlegt; ab zwei Mitgliedern ist die Auswahl sichtbar.
  • Bewegen: Das Ziehen eines ausgewählten Reiters bewegt die ganze Menge, innerhalb der Leiste und auf einen Gruppen-Kopf. Über die Spaltengrenze wandert dagegen nur der gezogene Reiter.
  • Kontextmenü: Die Gruppen-Einträge wirken auf die Auswahl, sobald der angeklickte Reiter zu ihr gehört. Einträge, die genau eine Datei meinen — Umbenennen, Lesezeichen, Verschieben oder Kopieren in ein Fenster —, bleiben beim angeklickten Reiter, ebenso der Mittelklick zum Schließen.
  • Ende der Auswahl: ein Klick ohne Zusatztaste, der Wechsel der Spalte oder das Schließen der Sitzung. Die Auswahl gehört zur einzelnen Reiterleiste und wird nicht gespeichert.

Form der Reiter

Reiter und Gruppen-Köpfe stehen wahlweise eckig oder mit abgerundeten oberen Ecken (Datei → Einstellungen… → Darstellung). Abgerundet ersetzt ein schmaler Abstand die senkrechte Trennlinie zwischen den Reitern; die Kennzeichnung des aktiven Reiters, die Farbstreifen der Gruppen und die Markierung der aktiven Spalte bleiben unverändert. Die Einstellung gilt für die ganze Anwendung und wirkt sofort in allen offenen Fenstern.

Titel-Systematik

Der Fenstertitel zeigt in Klammern, wohin ein Fenster gehört, und zwar nur so viel wie nötig:

Situation Titel-Zusatz
Eine Applikation, ein Fenster (kein Zusatz)
Eine Applikation, mehrere Fenster (Fenster 2)
Mehrere Applikationen, je ein Fenster (App 2)
Mehrere Applikationen und Fenster (App 2, Fenster 3)
Bereichs-Applikation (Bereich Notizen) bzw. (Bereich Notizen, Fenster 2)
Arbeitsbereich (Arbeitsbereich Alpha) bzw. kombiniert (Arbeitsbereich Alpha, Bereich Notizen, Fenster 2)

Die Nummern rücken beim Schließen lückenlos nach: Schließt Applikation 1, wird aus Applikation 2 die neue Nummer 1; dasselbe gilt für Fenster-Nummern innerhalb einer Applikation. Bereichs-Applikationen tragen keine App-Nummer, sondern immer den Namen ihres Bereichs-Ordners; Arbeitsbereiche tragen ihren Arbeitsbereichs-Namen, bei gebundenem Bereich kombiniert mit dem Bereichsnamen.

Bereiche

Ein Bereich bindet eine Applikation an einen Ordner: Alles in diesem Ordner inklusive Unterordner ist der Arbeitsraum, sonst nichts. „Datei → Bereich → Bereich öffnen…" wählt den Ordner; „Datei → Bereich → Bereich schließen" beendet die Arbeit im Bereich und schließt alle Fenster der Bereichs-Applikation (mit den üblichen Speichern-Nachfragen). Die Bindung ist fest: Ein Bereich kann nicht gewechselt, nur geschlossen werden.

Beim Öffnen gelten drei Regeln:

  • Ist die Applikation leer (keine geöffnete Datei), übernimmt sie den Bereich.
  • Hat die Applikation bereits eine geöffnete Datei, entsteht eine neue Applikation für den Bereich.
  • Läuft der Bereich bereits, wechselt der Fokus in ein Fenster der laufenden Bereichs-Applikation; derselbe Bereich läuft nie doppelt.

Demo-Area: „Datei → Bereich → Demo-Area erstellen…" kopiert eine mitgelieferte englischsprachige Beispiel-Sammlung — Markdown-Seiten samt Bild- und PDF-Anlagen, die die wichtigsten Funktionen zeigen — in einen leeren Ordner und öffnet ihn direkt als Bereich: eine Sandbox zum gefahrlosen Ausprobieren. Nicht-leere Zielordner werden abgelehnt, vorhandene Dateien werden niemals überschrieben. Die Funktion ist als Erweiterung „Demo-Area" abschaltbar; bereits erstellte Demo-Ordner sind gewöhnliche Bereiche und bleiben davon unberührt.

Was die Sammlung mitbringt: Zwei benannte Arbeitsbereiche entstehen beim Anlegen als Einträge unter „Datei → Arbeitsbereiche“, ohne sich von selbst zu öffnen. „Astronomy“ führt zwei Fenster mit den farbigen Reiter-Gruppen „Hierarchy“ und „Scales“, „Getting Started“ ein Fenster für den Einstieg. Der astronomische Themenbereich zeigt zugleich eine vierstufige Unterseiten-Hierarchie von der Galaxie über den Stern und den Planeten bis zum Mond, dazu Seiten zu Lichtgeschwindigkeit, Entfernungen und Alter.

Harte Grenzen

Innerhalb einer Bereichs-Applikation ist der Bereich die Grenze: Der Öffnen-Dialog startet im Bereich und weist eine Auswahl außerhalb ab, „Zuletzt geöffnet" zeigt nur Bereichs-Dateien, „Speichern unter" akzeptiert nur Ziele im Bereich, und auch per Drag & Drop kommt keine fremde Datei herein. Dateien aus dem Dateimanager öffnen sich immer in einer Applikation ohne Bereich.

Links, deren Ziel außerhalb des Bereichs liegt, werden mit einer Warn-Unterstreichung markiert; der Tooltip nennt den vollen Ziel-Pfad. Ein Klick öffnet nicht, sondern meldet den Grund in der Statusbar. Eingebettete Bilder werden weiterhin angezeigt, auch wenn sie außerhalb liegen; die Grenze gilt für das Öffnen von Dateien, nicht für das Rendern.

Suchraum und Index

In einer Bereichs-Applikation umfasst der Suchraum für Backlinks, Tags, Autocomplete und den Linter den gesamten Bereich statt nur des Ordners der aktiven Datei. Damit der Bereich beim Öffnen schnell bereitsteht, legt die App im Bereichs-Wurzelordner die Datei Area_Cache.mdda an. Sie ist ein reiner Zwischenspeicher des Index und kann gefahrlos gelöscht werden; beim nächsten Öffnen wird sie neu aufgebaut.

Bereichs-Panel

Das Panel „Bereich" zeigt den Bereich als Ordnerstruktur in der Sidebar (links oder rechts andockbar wie jedes Panel; Schalter ist das Ordner-Icon in der Statusbar oder Ansicht → Sidebar → Panels → Bereich): oben der Ordnerbaum, darunter die Markdown-Dateien des ausgewählten Ordners; andere Datei-Typen erscheinen nicht. Ein Klick auf eine Datei öffnet sie als Tab, alle Einträge zeigen den vollen Pfad als Tooltip, und externe Änderungen (Datei angelegt, gelöscht, umbenannt) erscheinen automatisch. Der Knopf „+" am Kopf der Dateiliste legt eine neue Markdown-Datei im ausgewählten Ordner an und öffnet sie. In einer frisch geöffneten, noch leeren Bereichs-Applikation ist das Panel automatisch sichtbar.

Datei-Verwaltung im Bereichs-Panel

Der Rechtsklick verwaltet den Bestand, ohne dass Sie die Anwendung verlassen müssen. An einer Ordner-Zeile stehen zwei Einträge: Neuer Unterordner… und Neue Markdown-Datei…. Beide fragen den Namen an Ort und Stelle ab — der Ordner-Name in einer Zeile unter dem angeklickten Ordner, der Dateiname am Kopf der Dateiliste — und legen im angeklickten Ordner an, auch wenn gerade ein anderer ausgewählt ist. Einem Dateinamen ohne Endung wird die Markdown-Endung ergänzt; die neue Datei wird geöffnet und durchläuft dabei die Ordner-Regel für Vorlagen wie jede andere Anlage. Ein bereits vergebener, ein für das Dateisystem unzulässiger und ein leerer Name werden gemeldet, bevor etwas angelegt wird; Escape bricht ab und hinterlässt nichts.

An einer Datei-Zeile stehen Umbenennen… und Löschen… am Ende des Menüs, abgesetzt von den Einträgen darüber.

Umbenennen ist derselbe Weg wie über das Menü, mit derselben Nachführung der internen Verweise und derselben Vorschau der betroffenen Stellen. Der Unterschied liegt allein darin, worauf er wirkt: hier auf jede Datei des Bereichs, auch auf eine nicht geöffnete, statt nur auf die gerade offene. Ist die Datei geöffnet und geändert, wird sie vorher gesichert; ihr Reiter zeigt anschließend den neuen Namen.

Löschen verschiebt die Datei in den Papierkorb des Betriebssystems und löscht sie nicht endgültig. Vorher erscheint eine Rückfrage, die den Namen der Datei nennt. Wiederhergestellt wird die Datei im Papierkorb des Betriebssystems, nicht in der Anwendung — die App führt keinen eigenen Papierkorb. Steht kein Papierkorb zur Verfügung oder scheitert das Verschieben aus einem anderen Grund, wird das gemeldet und die Datei bleibt unverändert liegen; ersatzweise endgültig gelöscht wird nie.

Ist die Datei geöffnet, wird ihr Reiter geschlossen; ungesicherte Änderungen laufen vorher durch die gewohnte Speichern-Abfrage. Ein Abbruch dieser Abfrage bricht auch das Löschen ab — es ist dann nichts geschehen.

Verweise auf eine gelöschte Datei werden nicht angepasst. Anders als beim Umbenennen gibt es kein Ersatz-Ziel; die Verweise bleiben stehen und werden zu gebrochenen Verweisen. Das ist so gewollt und keine Fehlfunktion: Der gebrochene Verweis zeigt, dass dort einmal etwas stand, und lässt sich gezielt auflösen.

Umbenennen und Löschen von Ordnern sowie das Verschieben von Dateien gehören noch nicht zum Umfang; dafür bleibt der Datei-Manager des Betriebssystems.

Bereichs-Statistik

„Ansicht → Bereichs-Statistik" öffnet eine Kennzahlen-Seite des geöffneten Bereichs als eigenen Reiter; derselbe Einstieg liegt im Kontextmenü des Bereichs-Panels. Die Seite ist nicht änderbar und zeigt sechs Abschnitte: Dateien und Speicher (Markdown- und Nicht-Markdown-Dateien nach Bildern, PDF und Sonstigem, Ordner-Anzahl, belegter Speicher mit seinen Anteilen), Eigenschaften und Tags (je Eintrag die Zahl der Dateien, sortierbar nach Name oder Anzahl), Begleitdateien (die .mdd je Dokument und die Bereichs-Dateien .mdda), Inhalte (Aufgaben nach Zustand, Wiki- und Markdown-Verweise, Aliase, Dateien ohne eingehenden Verweis) und Auffälligkeiten (die größten, die zuletzt geänderten, die meistverlinkten und die Dateien ohne eingehenden Verweis). Ein Klick auf einen Dateinamen dieser vier Listen öffnet die Datei.

Gezählt werden Dateien, nicht Fundstellen: Steht beim Tag #projekt die Zahl 180, tragen 180 Dateien diesen Tag; wie oft er in ihrem Text vorkommt, bleibt offen. Lange Listen zeigen zunächst 25 Zeilen und lassen sich vollständig aufklappen.

Die Liste „Ohne eingehenden Verweis" ist die Gegenprobe zur gleichnamigen Kennzahl im Abschnitt „Inhalte": Sie nennt jede Datei, auf die im Bereich niemand verweist. Als einzige der vier Listen ist sie vollständig und nicht auf zehn Einträge gekürzt — auf die Frage, was frei hängt, wäre eine gekürzte Antwort keine. Der Wert der Kennzahl ist anklickbar und springt zur Liste; mit der Tastatur führt Tabulator dorthin und Eingabe löst den Sprung aus. Hat der Bereich keine solche Datei, bleibt die Liste leer und der Wert ohne Wirkung.

Die Start-Seite des Bereichs zählt hier nicht mit. Ist eine Start-Seite festgelegt (siehe den nächsten Abschnitt), erscheint sie weder in der Liste noch in der Kennzahl: Sie ist der Einstieg des Bereichs und braucht keinen Verweis, der auf sie zeigt. Die Kennzahl fällt dadurch um eins niedriger aus als in früheren Versionen — das ist die Korrektur einer Zählung, nicht der Verlust einer Datei. In allen übrigen Zahlen bleibt die Start-Seite eine Datei wie jede andere. Ein Verweis aus einem verknüpften Bereich zählt weiterhin nicht mit; die Zählung endet an der Bereichs-Grenze.

Die Zahlen tragen oben einen Stand-Zeitstempel und werden auf Anforderung erhoben, nicht laufend: Der Knopf „Aktualisieren" erhebt neu, ebenso der erneute Aufruf des Menü-Eintrags. Sie zeigen den gespeicherten Stand: Was in einem offenen Dokument geschrieben, aber noch nicht gespeichert ist, steckt nicht in den Zahlen. Die Seite sagt das über den Zahlen und nennt dabei, wie viele offene Dokumente gerade ungespeicherte Änderungen tragen. Ohne geöffneten Bereich gibt es keinen abgegrenzten Datei-Raum; der Eintrag ist dann ausgegraut. Die Funktion ist als Erweiterung „Bereichs-Statistik" abschaltbar.

Diese Seite gilt immer einem Bereich, dem geöffneten. Eine knappe Kennzahlen-Sicht über mehrere Gefäße nebeneinander — auch über Bereiche, Bücher und Bücherregale, die gerade nicht geöffnet sind — steht auf der Seite My Extended Memory; von dort führt ein Weg zurück in diese ausführliche Statistik.

Zuletzt geöffnete Bereiche

„Datei → Bereich → Zuletzt geöffnete Bereiche" listet die zuletzt geöffneten Bereiche mit ihrem Ordnernamen. Ein Klick öffnet den Bereich nach den üblichen Regeln. Bereiche werden mit der Sitzung wiederhergestellt; fehlt ein Bereichs-Ordner beim Start, wird die zugehörige Applikation nicht wiederhergestellt und ein Hinweis gezeigt.

Start-Seite eines Bereichs

Ein Bereich kann eine seiner Dateien als Start-Seite führen: Sie öffnet sich beim Öffnen des Bereichs von selbst, so wie ein Buch seine erste Seite aufschlägt. Festgelegt und wieder entfernt wird sie über das Kontextmenü einer Datei im Bereichs-Panel; die festgelegte Datei ist dort an einem vorangestellten Zeichen und halbfetter Schrift erkennbar.

Die Sitzungs-Wiederherstellung hat Vorrang: Kommt beim Programmstart eine Bereichs-Applikation mit ihren zuvor geöffneten Dokumenten zurück, bleibt die Start-Seite zu — Sie arbeiten dort weiter, wo Sie aufgehört haben. Sie öffnet sich, wo es nichts wiederherzustellen gibt: beim Öffnen eines Bereichs im laufenden Betrieb und beim Programmstart einer Bereichs-Applikation ohne gespeicherte Dokumente. Der Sprung in einen bereits laufenden Bereich öffnet ihn nicht neu und lässt die Start-Seite unangetastet.

Die Festlegung gehört zum Bereich und wandert mit seinem Ordner. Wird die Datei innerhalb der Anwendung umbenannt oder verschoben, zieht die Festlegung mit; verlässt die Datei den Bereich, entfällt sie. Zeigt die Festlegung ins Leere, öffnet der Bereich unverändert und die Anwendung weist darauf hin — ein Bereich ohne Start-Seite verhält sich wie zuvor.

Arbeitsbereiche

Ein Arbeitsbereich ist eine benannte, dauerhaft gespeicherte Applikation: Er umfasst alle ihre Fenster mit Panes, Tabs samt Ansichts-Einstellungen, Tab-Gruppen, einer eventuellen Bereichs-Bindung und den ungespeicherten Entwürfen. Ein geöffneter Arbeitsbereich hält seinen Stand automatisch aktuell, ohne manuellen Speicher-Schritt; beim erneuten Öffnen geht die Arbeit exakt am letzten Stand weiter. Zugang: das Untermenü „Datei → Arbeitsbereiche" mit der Liste aller Arbeitsbereiche (der Farbpunkt zeigt zugleich den Zustand: gefüllt = geöffnet, Ring = geschlossen) und den vier Aktionen darunter; dieselben Aktionen stehen als Kommandos in der Kommando-Palette bereit.

Bereich und Arbeitsbereich sind zwei verschiedene Dinge: Ein Bereich bindet eine Applikation an einen Ordner und begrenzt ihren Arbeitsraum (siehe oben). Ein Arbeitsbereich ist eine benannte, wieder öffenbare Fenster-Sammlung, also ein gespeicherter Arbeitszustand. Beides lässt sich kombinieren: Ein Arbeitsbereich, dessen Applikation einen Bereich gebunden hat, nimmt diese Bindung in seine Ablage mit auf.

Titelleisten-Farbe: Fenster eines geöffneten Arbeitsbereichs tragen dessen Farbkennung in der Fenster-Titelleiste — im hellen Theme als kräftige, im dunklen Theme als pastellige Paletten-Variante, jeweils mit passender Titel-Textfarbe. Die Färbung folgt dem Lebenszyklus: Sie erscheint beim Öffnen, wechselt sofort mit der Farbe in der Verwaltung, verschwindet beim Schließen oder Löschen und entfällt mit dem Ausschalten der Erweiterung „Arbeitsbereiche". Sie setzt Windows 11 voraus und entfällt damit unter Linux; ohne diese Unterstützung bleibt die Standard-Titelleiste, die App ist davon nicht beeinträchtigt. Der Arbeitsbereich selbst, sein Farbpunkt in Menü und Verwaltung und der Fenstertitel bleiben auf jeder Plattform unverändert.

Lebenszyklus

  • Anlegen: „Als Arbeitsbereich speichern…" benennt die laufende Applikation samt aller Fenster (der Dialog fragt Name und Farbe ab; die Farben stammen aus der Acht-Farben-Palette der Tab-Gruppen). „Neuer Arbeitsbereich…" legt einen leeren Arbeitsbereich an und öffnet sofort dessen erstes Fenster.
  • Öffnen: Ein Klick auf einen Listen-Eintrag stellt alle Fenster am letzten Stand wieder her. Derselbe Arbeitsbereich ist nie doppelt geöffnet; ist er bereits offen, wechselt der Fokus auf sein zuletzt aktives Fenster.
  • Schließen: „Arbeitsbereich schließen" (oder das Schließen des letzten Fensters) friert den Stand ein und schließt alle Fenster des Arbeitsbereichs. Ungespeicherte Änderungen benannter Dateien laufen über die üblichen Speichern-Nachfragen; ein Abbruch stoppt das Schließen. Ungespeicherte Unbenannt-Tabs wandern ohne Nachfrage in die Ablage und kehren beim nächsten Öffnen des Arbeitsbereichs zurück.
  • Umbenennen und Farbe: jederzeit über „Arbeitsbereiche verwalten…"; der Fenster-Titel zieht sofort nach.
  • Löschen: entfernt nach einer Bestätigung nur die Ablage, niemals Markdown-Dateien. Ein gerade geöffneter Arbeitsbereich wird dabei nicht geschlossen, sondern läuft als gewöhnliche unbenannte Applikation weiter; seine noch gespeicherten Entwürfe gehen in den allgemeinen Entwurfs-Zwischenspeicher über.

Verwaltung

„Arbeitsbereiche verwalten…" öffnet einen Dialog mit allen Arbeitsbereichen: Farbpunkt, Name, Zustand (geöffnet oder geschlossen) und Zeitpunkt des letzten Öffnens. Pro Eintrag stehen die Aktionen Öffnen, Umbenennen und Farbe… sowie Löschen bereit.

Sitzungs-Wiederherstellung und Grenzfälle

Bei aktiver Sitzungs-Wiederherstellung kehren beim nächsten Start die unbenannten Applikationen und alle beim Beenden geöffneten Arbeitsbereiche zurück. Ist die Wiederherstellung ausgeschaltet, startet wie gewohnt ein leeres Fenster; die Ablagen bleiben vollständig erhalten und lassen sich jederzeit über das Untermenü öffnen. Fehlt der gebundene Bereichs-Ordner eines Arbeitsbereichs beim Öffnen, erscheint ein Hinweis und das Öffnen unterbleibt; die Ablage bleibt unverändert.

Die Funktion ist als Erweiterung „Arbeitsbereiche" abschaltbar: Untermenü, Kommandos und Verwaltung verschwinden dann, die Ablagen und geöffnete Arbeitsbereiche bleiben unangetastet; beim Wieder-Einschalten ist alles unverändert da.