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Ansichten und Darstellung

Wie ein Dokument erscheint, entscheiden zwei Ebenen. Die Ansicht gehört zum einzelnen Reiter: Sie legt fest, ob das Dokument gerendert, als Quelltext, geteilt oder live gezeigt wird. Das Erscheinungsbild gilt für die ganze Anwendung: Theme, Zoom, Inhalts-Breite und Schriften. Diese Seite führt beide Ebenen zusammen und nennt zu jeder Einstellung ihren Ort.

Die sechs Ansichten

Jedes geöffnete Dokument steht in genau einer von sechs Ansichten. Der gewählte Modus gilt je geöffnetem Dokument, nicht global: Ein Dokument darf gerendert offen sein, während daneben ein zweites im Quelltext bearbeitet wird.

Ansicht Was sie zeigt Standard-Kürzel
Gerendert nur das formatierte Ergebnis Strg+1
Geteilt Quelltext und Ergebnis nebeneinander Strg+2
Quellcode nur den Markdown-Quelltext Strg+3
Live den Quelltext, formatiert direkt in der Bearbeitung Strg+4
Mindmap die Struktur des Dokuments als Karte statt als Text Strg+5
Canvas eine Fläche mit Karten und Verbindungen aus dem Dokument Strg+6

Umgeschaltet wird über die Schaltflächen in der Statusleiste oder über den Kopf des Ansicht-Menüs; die Mindmap steht im Menü und auf ihrem Kürzel, nicht in der Statusleiste, und die Canvas-Schaltfläche bleibt gedämpft, solange das Dokument keine Canvas-Fläche trägt. Welche Ansicht ein neu geöffneter Reiter bekommt, stellt der Bereich „Verhalten" der Einstellungen ein.

Live-Modus

Der Live-Modus rendert das Markdown unmittelbar im Editor: Fett und kursiv, Links, Tabellen, Code, Bilder, KaTeX-Formeln und Mermaid-Diagramme erscheinen so, wie sie im gerenderten Ergebnis aussehen. Steht der Cursor in einer Zeile, zeigt genau diese Zeile ihre rohe Quelle und bleibt damit bearbeitbar. So entfällt der Wechsel zwischen Schreiben und Nachsehen.

Tabellen sind von dieser Regel ausgenommen. Sie bleiben gesetzt stehen, auch wenn die Schreibmarke in ihnen steht: Ein Klick trifft die Zelle, Tabulator und Pfeiltasten führen von Zelle zu Zelle, und Getipptes landet an der richtigen Stelle des Quelltextes. Wer die Roh-Syntax einer Tabelle braucht — die Trennerzeile mit ihren Ausrichtungs-Doppelpunkten etwa —, wechselt dafür in die Quellcode- oder die geteilte Ansicht.

Mindmap

Die Mindmap zeigt Überschriften und Listen des Dokuments als Baum, den Fließtext als Notiz am Knoten. Sie gehört zur gleichnamigen Erweiterung und entfällt mit ihr; Aufbau, Bedienung, die fünf Lagen der Wurzel und die Vorgabe je Dokument beschreibt die Seite Mindmap-Ansicht.

Canvas

Die Canvas zeigt eine Fläche mit Karten und Verbindungen, die im Dokument selbst liegt. Sie gehört zur gleichnamigen Erweiterung und entfällt mit ihr; als einzige der sechs Ansichten ist sie zudem dokument-abhängig und nur wählbar, wenn das Dokument eine Canvas-Fläche enthält. Aufbau, Bedienung, mehrere Flächen und das Speicherformat beschreibt die Seite Canvas-Fläche.

Bearbeiten

Der Bearbeiten-Modus schaltet den Editor scharf und wirkt in der Quellcode-, der geteilten und der Live-Ansicht (Standard Strg+E, Stift in der Statusleiste, Ansicht → Bearbeiten). Ein Klick auf den Stift in der reinen Lese-Ansicht wechselt selbsttätig in eine Bearbeitungs-Ansicht und aktiviert den Editor dort. In welche, bestimmt die Einstellung „Ansicht beim Wechsel in den Bearbeiten-Modus" (Datei → Einstellungen… → Verhalten, wählbar sind Geteilt, Quellcode und Live; Vorgabe Geteilt). Steht die Ansicht schon auf einer der drei, bleibt sie stehen — dort schaltet der Stift allein den Editor frei. Womit sich im Bearbeiten-Modus formatieren lässt, beschreiben die Seiten Editor-Kontextmenü und Format-Toolbar.

Editor-Darstellung

Das Untermenü Ansicht → Editor-Darstellung bündelt die fünf Schalter, die den Editor selbst betreffen. Dieselben Schalter liegen als Symbole in der Statusleiste.

  • Gliederung blendet die Falt-Spur am linken Rand ein: Überschriften, Listen und Blöcke lassen sich dort zuklappen, und die Hierarchie bleibt als Spur sichtbar.
  • Zeilennummern zeigt die Nummern-Spalte.
  • Zeilenumbruch bricht lange Zeilen am Fensterrand um, statt waagerecht zu rollen. Die Fortsetzung einer umgebrochenen Zeile beginnt dabei auf der Einzug-Höhe ihres Inhalts: bei einem Listen-Eintrag hinter der Listen-Marke, bei einem nummerierten hinter der Nummer, bei einer eingerückten Zeile auf deren eigenem Einzug. Ein Absatz ohne Einzug bleibt linksbündig.
  • Scroll-Synchronisation koppelt in der geteilten Ansicht beide Hälften: Beim Rollen im Quelltext folgt das Ergebnis inhaltlich und umgekehrt. Der Schalter gilt pro Reiter.
  • Typewriter-Scroll hält die Cursor-Zeile vertikal in der Mitte, sobald der Cursor bewegt wird. Er wirkt nur im Bearbeiten-Modus.

Die ersten drei Schalter sind dokument-gebunden: Ihr Wert wandert in das Frontmatter der Datei (fold-gutter, line-numbers, word-wrap) und reist mit ihr. Das Umschalten schreibt den neuen Wert dort hinein und macht die Datei änderungsbedürftig; ein Dokument ohne eigene Angabe folgt der Voreinstellung unter Datei → Einstellungen… → Darstellung. Die Auflösungs-Reihenfolge beschreibt die Seite Frontmatter und Properties.

Erscheinungsbild

Hell, dunkel und System

Die Anwendung läuft in einem hellen oder einem dunklen Theme; die Vorgabe folgt dem Theme des Betriebssystems. Umgestellt wird über das Theme-Symbol in der Statusleiste oder über Ansicht → Erscheinungsbild → Hell/Dunkel/System. Welche Farben das jeweilige Theme verwendet, ist über Farbschemas frei bestimmbar, siehe Farbschemas.

Unter Linux hängt die System-Vorgabe von der Arbeitsumgebung ab: Meldet sie keine Hell/Dunkel-Vorgabe, bleibt es beim hellen Theme. Die Umstellung von Hand wirkt dort unverändert.

Fokus-Modus

Der Fokus-Modus blendet Reiterleiste, Statusleiste und Sidebar aus und lässt allein das Dokument stehen (Ansicht → Erscheinungsbild → Fokus-Modus, Standard Strg+Umschalt+F). Die Menüleiste bleibt über Alt erreichbar. Esc verlässt den Modus, sofern nicht gerade ein Dialog oder ein Menü offen ist. Ein eingeklappter Sidebar-Zustand bleibt davon unberührt und gilt nach dem Verlassen unverändert weiter.

Aktive Zeile

Die Zeile mit dem Cursor wird im Bearbeiten-Modus dezent hinterlegt, im Quellcode- wie im Live-Modus und samt Zeilennummern-Spalte. In der reinen Lese-Ansicht bleibt sie unmarkiert, weil dort kein Cursor steht. Die Tönung ist halbtransparent und legt sich damit über jedes Farbschema; Auswahl, Suchtreffer und Linter-Markierungen bleiben darüber sichtbar. Schalter: Datei → Einstellungen… → Darstellung.

Zoom

Der Inhalt jedes Reiters lässt sich unabhängig in Zehn-Prozent-Schritten vergrößern und verkleinern (Standard Strg + +, Strg + −, Strg + 0, dazu Strg mit dem Mausrad). Weicht der Faktor von hundert Prozent ab, zeigt ihn die Statusleiste an; ein Klick darauf setzt zurück. Der Zoom ist flüchtig und überlebt das Schließen des Fensters nicht.

Inhalts-Breite

Die Inhalts-Breite bestimmt als Prozent-Wert, wie viel Platz die gerenderte Darstellung nutzt (20 bis 100, Vorgabe 80). Schmalere Werte bleiben mittig. Sie gilt für die gerenderte und die geteilte Ansicht; der PDF-Export nutzt unabhängig davon die volle Druckbreite. Einstellung: Datei → Einstellungen… → Darstellung.

Schriftart und Schriftgröße

Schriftart und Schriftgröße lassen sich getrennt für die Bearbeiten-Fläche und für die gerenderte Ansicht wählen; die Größe liegt zwischen 8 und 32. Die Werte gelten für alle Dokumente und greifen sofort in allen offenen Fenstern. Einstellung: Datei → Einstellungen… → Darstellung.

Fenster-Zustand

Position, Größe und Maximiert-Zustand eines Fensters werden beim Beenden gemerkt und beim nächsten Start wiederhergestellt. Dafür ist nichts einzustellen. Was darüber hinaus eine ganze Sitzung mit ihren Reitern zurückholt, beschreibt die Seite Applikationen, Fenster und Bereiche.

Wort-Statistik

Die Statusleiste zeigt Wörter, Zeichen und die geschätzte Lesezeit der aktiven Datei. Ist im Editor etwas markiert, wechselt die Anzeige auf die Auswahl. Ein Klick öffnet einen Detail-Dialog mit Absätzen, Sätzen und der Zahl der Überschriften je Ebene. Frontmatter, Code-Blöcke und KaTeX-Formeln zählen nicht mit.

Einstellungen

Die Einstellungen öffnen als eigener Reiter (Datei → Einstellungen…, Standard Strg+,). Ihre Navigation gliedert sich in vier Blöcke:

  • Allgemein — alles, was für die ganze Anwendung gilt, etwa Darstellung, Verhalten, Tastenkürzel und Export.
  • Aktueller Bereich — die Einstellungen des geöffneten Bereichs. Der Block erscheint nur, solange ein Bereich offen ist.
  • Erweiterungen (intern) — das Ein- und Ausschalten der mitgelieferten Erweiterungen samt ihren eigenen Bereichen.
  • Erweiterungen (extern) — die Verwaltung selbst installierter Erweiterungs-Pakete.

Änderungen wirken zunächst als Entwurf mit Live-Vorschau der Darstellung. Anwenden und OK speichern; beide sind nur bei ungesicherten Änderungen hervorgehoben, ohne Änderungen ist Anwenden abgeblendet. Abbrechen oder das Schließen des Reiters verwirft den Entwurf. Gespeicherte Werte gelten sofort in allen offenen Fenstern. Mehr zu den beiden Erweiterungs-Blöcken steht auf der Seite Erweiterungen.

Sprache

Die Oberfläche steht in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch bereit. Gewechselt wird über die Sprach-Auswahl in der Statusleiste; offene Handbuch-Seiten wechseln unmittelbar mit.

Die Menüleiste führt die drei Menüs Datei, Ansicht und Hilfe. Alt schaltet die Tastatursteuerung ein, und die unterstrichenen Buchstaben springen direkt in das jeweilige Menü, etwa Alt+D für Datei. Die aktuell wirksamen Kürzel aller Kommandos listet die Seite Tastenkürzel.

Ganz am Ende des Ansicht-Menüs stehen die Entwickler-Tools. Sie liegen bewusst fest auf F12 und sind nicht umbelegbar: Sie sind ein Werkzeug zur Fehlersuche und kein Bestandteil der täglichen Arbeit.